Warum soll ich Selbstverteidigung trainieren?

Die kurze und knappe Antwort - weil es zu einem selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und angstfreien und somit zu einem glücklichen Leben führt.

 

Es sind hier zwei verschiedene Bereiche zu unterscheiden. Einerseits dient das Training der Selbstverteidigung dazu den Trainierenden auf den Ernstfall vorzubereiten. Obwohl ich nichts davon halte Panik zu verbreiten und Linz und Umgebung als "gefährliches Pflaster" zu bezeichnen, muss man so ehrlich sein und sagen, dass z.B. Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe stattfinden (OÖN). Da mir selber der Fall eines sexuellen Übergriffs und die anschließende jahrelange Leidensgeschichte bekannt sind, folge ich hier dem Motto "besser vorbereitet und nie gebraucht ... als unvorbereitet und gebraucht".

 

Andererseits kommt es in der heutigen Ellbogengesellschaft immer häufiger zu Grenzüberschreitungen und "Übergriffen" im sozialen Verhalten. Manche Chefs, Jugendliche, Verkehrsteilnehmer, etc glauben, sie wären die alleinigen Herrscher dieser Welt und ignorieren die Grenzen ihres Gegenübers. Ein durchdachtes und qualitatives Training lehrt auch Konzepte wie Selbstbehauptung, sich selbst wahrzunehmen, seine Grenzen wahrzunehmen und auch seine eigene Stärke zu erkennen. Schließlich behauptet man sich und sein Wertesystem auch unter streßigen Bedingungen ...

 

                                     ... Stand your ground!

Wer kann Selbstverteidigung trainieren?

Jeder der nach Rücksprache mit dem Arzt seines Vertrauens physisch und psychisch in der Lage ist. Ich trainiere keine Leute die selber zu der Bedrohung werden können gegen die ich mich und meine Schüler schützen will.

 

Die Frage ist eher - welche Ansprüche stelle ich an mich selbst und sind diese realistisch. Viele Menschen erwarten von sich selbst nach sechs Monaten Training genau so gut zu sein wie ihre Instruktoren nach mehreren Jahren des Trainings. Der eigene Trainingsfortschritt hängt von der Intensität, der Häufigkeit und auch den eigenen physiologischen Gegebenheiten ab. Ich persönlich habe zum Beispiel eine medizinisch diagnostizierte "wohlüberdachte Hüfte", d.h. saubere Fußtritte zum Kopf sind für mich nicht möglich. Damit muss ich leben.

 

Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der Instruktor. Ein guter Trainer beobachtet seinen Schüler genau, versucht ihn an seine Grenzen zu führen und zeigt Verständnis wenn etwas einfach nicht geht. Ein passender Trainer für mich ist z.B. Bakkies Laubscher der nach dem Motto unterrichtet "punch to the head and kick to the groin".